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Endoskopie

Von der Krebsvorsorge bis zur Entfernung kleiner Tumoren der Speiseröhre, Magen oder Darm - die flexible Endoskopie ist in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Verdauungstraktes nicht mehr wegzudenken. Ein großer Vorteil im Vergleich zu röntgentechnischen Methoden besteht in einer besseren Bildgebung, sowie der Möglichkeit,  in einer Sitzung auch therapeutische Maßnahmen zu ergreifen: So können z.B. Polypen des Dickdarms gleich im Zuge der Vorsorgeuntersuchung  entfernt werden. Durch den Einsatz von Schlaf und Narkosemitteln haben die Untersuchungen viel von ihrem Schrecken verloren. 

 

Jährlich erkranken in Österreich etwa 5000 Menschen an Darmkrebs, das Auftreten bei Männern und Frauen ist relativ ausgeglichen. Die langsame Entstehung des kolorektalen Karzinoms aus Vorstufen, wie dem gutartigen Darmpolyp, ist geeignet für eine entsprechende Früherkennung.

Weiters wird (spätestens) ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig alle 7-10 Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie) vom Gesundheitsministerium empfohlen.

 

Bei inoperablen Tumoren des Verdauungstraktes besteht in vielen Fällen auch die Möglichkeit dem Patienten einen künstlichen Darmausgang mittels Stentimplantation zu ersparen.

 

Die Gastroskopie ist eine schmerzfreie Untersuchungsmethode, bei der mit einem Endoskop die gesamte Speiseröhre, der Magen sowie der Zwölffingerdarm beurteilt werden können.

Die Untersuchung dauert in etwa 2- 5 Minuten. Im Regelfall werden Gewebeproben entnommen, was ebenfalls schmerzfrei ist. Unangenehm kann lediglich zu Beginn der Untersuchung das Schlucken des Gerätes sein, deshalb wird vor der Untersuchung ein Lokalanästhetikum in den Rachen gesprüht. 

 

Auf Wunsch des Patienten kann natürlich auch ein Schlafmittel verabreicht werden, so dass man von der Untersuchung selbst nichts mitbekommt.

Eine Koloskopie (oder Darmspiegelung) dient der Untersuchung des Dickdarmes und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes.

 

Durch den routinemäßigen Einsatz moderner Schlaf und Narkosemittel kann man eine Koloskopie heute schmerzfrei durchführen.

 

 

 Wann soll eine Koloskopie durchgeführt werden?

 

  • Vorsorge-Koloskopie ab dem 50. Lebensjahr

  • Vorsorge-Koloskopie bei familiären Formen des kolorektalen Karzinoms bereits vor dem 20. Lebensjahr

  • Blut im Stuhl

  • Rektaler Blutabgang oder Teerstuhl bei unauffälliger Gastroskopie

  • Tumorsuche insbesondere bei unklarer Gewichtsabnahme oder Metastasen bei unbekanntem Primär-Tumor

  • Verdacht auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung

  • Verdacht auf eine sonstige entzündliche Darmerkrankung

  • Unklare Stuhlgangsveränderungen wie Verstopfung (Obstipation) und/oder Durchfall (Diarrhoe)

  • Unklare Mittel- und Unterbauchbeschwerden

  • Kontrolluntersuchung nach Darmkrebs-Therapie und/oder Polypektomie

 
 

Die Rektoskopie dient zur Abklärung von Erkrankungen des Afters, sowie des Mastdarms. Insbesondere zur Abklärung von Hämorrhoiden ist diese Untersuchung unverzichtbar.

Eine Rektoskopie ist im Regelfall nicht schmerzhaft, dauert nur wenige Minuten und erfordert keine besondere Vorbereitung.